Gründe für das Scheitern des WGS-Konzepts

Gründe für das Scheitern des WGS-Konzepts

Anliegend wird erläutert, warum die Immobilien so viel weniger wert sind als der Einkaufspreis betrug:

  • Fondskonzept war von Anfang an nicht tragfähig:
  • Immobilien völlig überteuert eingekauft
  • Vermittlungsprovisionen zumindest 15 %, teilweise bis zu 19 % (so Ermittlungen des LKA)
  • Sinnlose und überflüssige Funktionsträgergebühren
  • Instandhaltungsrücklagen: wurden in den Berechnungen der Prospekte ausgeklammert
  • Hohe Geschäftsführungsgehälter von WGS und GVV
  • Finanzierungsform über Lebensversicherung nachteilig; völlig überzogene Darlehenszinsen

Typische WGS- Beteiligung:

Darlehen 35.240,00 DM, Auszahlung (nach Abzug Disagio und Bearbeitungsgebühren)  3.524,00 DM = 31.716,00 DM ./. 1.066,00 DM (Beurkundungs- und Treuhandgebühr ) = 30.650,00 DM ./. 15 % Provision des Vermittlers (4.597,50 DM) = 26.070,50 DM(diese Summe kam bei WGS an) aber ./. 5 % aus 30.650.- DM für Verwaltung und WGS Mitarbeiter = 1.532,50 DM = 24.538,00 DM

Die WGS konnte letztlich also nur mit 24.538,00 DM arbeiten und Rendite erwirtschaften, also: Verlust von (zumindest) 10.702.- DM bzw. 30 % des aufgenommenen Darlehens.

Die Fachzeitschrift KMI hatte vor Verkauf der Anteile mehrere Prospekte der WGS-Fonds geprüft. Bei Prospektcheck des WGS-Fonds 28 (um nur ein Beispiel zu nennen) kam KMI zu folgendem Ergebnis: „Das Angebot dürfte sich eher für die Initiatoren als für die Anleger rechnen." und „Berechnungen, mit denen WGS-Anleger gezielt getäuscht werden.“

Die Prognosen von KMI haben sich bestätigt - der wirtschaftliche Erfolg für die Anleger ist nicht eingetreten. Dies wussten Initiatoren, Vertrieb und Banken aber schon vor Verkauf der Anteile.